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Noch in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war Gaarden dörflich geprägt. Das änderte sich, als Kiel 1871 zum Reichskriegshafen ernannt wurde und am Ostufer der Kieler Förde drei Großwerften entstanden. Bis zum Ersten Weltkrieg lebte und wuchs der Stadtteil vor allem durch die enorme Aufrüstung der kaiserlichen Kriegsmarine. Wie Gaarden sich wandelte, beschreibt der Themenblock Vom Dorf zum Industriestandort.

Der von der Geschichtswerkstatt Gaarden untersuchte Zeitraum setzt zur Mitte der Weimarer Republik ein. Die Erzählungen und Fotoalben der Zeitzeugen beleuchten vor allem das ganz gewöhnliche Alltagsleben, darunter die Arbeit auf der Werft, Haushalt, Versorgung und Politik.

Ein Kapitel ist dem Wohnen in Gaarden gewidmet. Hier erfährt man nicht nur etwas über Wohnverhältnisse, sondern auch eine Arbeiterwohnung virtuell besichtigen. Ein besonders detailfreudiges Fotoalbum aus den 30er und 40er Jahren macht dieses möglich.

Die meisten der Zeitzeugen erlebten in den 30er und 40er Jahren ihre Kindheit und Jugend. Dieser besonderen Perspektive und Erfahrungswelt ist der größte Themenblock gewidmet. Die biografisch angelegten Interviews geben auch Auskunft darüber, wie einschneidende Ereignisse erlebt, gefeiert oder bewältigt wurden: Hochzeit, Heimkehr aus dem Krieg oder Krankheit und Tod.

Von Verheerungen, Rekrutierung und Heimaturlaub von Soldaten aus Gaarden sowie von den Zwangsarbeitern in den Werften erzählt das Kapitel Die Kriegszeit. Geschichten von Heimkehrern und vom Wiederaufbau sind unter Nach 1945 zu lesen.

Über 50 Frauen und Männer haben im Laufe eines Jahres ihre persönlichen Erinnerungen mitgeteilt und zur Veröffentlichung freigegeben. Unter Zeitzeugen steht in einem Stichwort, was die Interviewten mit Gaarden verbindet. Wie sie Gaarden als Ort wahrgenommen haben, schildert die Seite zum Thema Echte Gaardener. Eine Chronologie schließlich gibt einen Überblick über die wichtigsten lokalen und überregionalen Ereignisse dieser Zeit.

Viel Vergnügen beim Schmökern. 

Wir möchten darauf hinweisen, dass alle Texte und Fotos geschützt sind und nur zu privaten Zwecken und in Unterricht und Lehre genutzt werden dürfen. Jede weitere Nutzung bedarf der Zustimmung durch die Geschichtswerkstatt Gaarden.